Archiv für die 'Themen' Kategorie

Dez 31 2020

3 Mio. Kinder unter 5 Jahren verhungern jedes Jahr – aber die Welt regt sich über Corona auf

Inhalt:

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Das Corona-Virus SARS-CoV-2 hat im vergangenen Jahr nahezu alle anderen Probleme verdeckt. Die einseitige Berichterstattung über das neue Virus war schon im Frühjahr unübersehbar. Daran hat sich nichts geändert. Deshalb haben wir nochmals einige uns relevant erscheinende Fakten, Artikel und Lesetipps zusammengestellt, die in der öffentlichen Diskussion kaum bis gar nicht vorkommen.

Jedes Jahr sterben Millionen Menschen durch Armut, Krieg, Umweltzerstörung, Flucht und andere vermeidbare Todesursachen. Das wird seit Jahrzehnten hingenommen. 2019 sind viele Menschen, gerade junge, auf die Straßen gegangen, um gegen den menschengemachten Klimawandel und die resultierende Gefährdung unserer Lebensgrundlagen zu protestieren – ohne erkennbare (außermediale) oder gar angemessene Konsequenzen. Doch 2020 hat plötzlich eine Atemwegsinfektion, die durch SARS-CoV-2 verursachte Erkrankung COVID-19, fast alle Regierungen dieser Welt  zu massiven Einschränkungen von Freiheitsrechten veranlasst, die noch vor einem Jahr nicht denkbar waren. Geld ist bei der Bewältigung der darob ausgerufenen „Krise“ kein Problem (sofern es – wie bei der „Finanzkrise“ 2008 – Konzernen zugute kommt). Ebenso bemerkenswert ist die kritiklose Zustimmung großer Teile der Bevölkerung zu den Corona-Maßnahmen, wie man sie sonst nur von der „Krisenlösung“ namens Krieg kennt.

Bei einem solchen Schulterschluss zwischen Regierungen und Bevölkerung  sollte es doch möglich sein auch andere vermeidbare Todesursachen entschlossen aus der Welt zu schaffen. Dass dies nicht geschieht (weder beim Thema Gesundheit noch sonstwo) ist ein Indiz dafür, dass es Regierungen eben nicht um das (gute) Leben jeder und jedes Einzelnen geht, sondern in erster Linie um den Erhalt des status quo. Dies sollte bei der Beurteilung des Corona-Geschehens nicht vergessen werden.

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Mai 13 2020

Coronoia – Immer noch

Bis zum 13.5.20 starben in diesem Jahr weltweit 294.155 Menschen an bzw. mit dem Coronavirus. Das große Massensterben ist erfreulicherweise ausgeblieben. Katastrophal ist die Lage trotzdem.

Viren gedeihen auch in unseren Ställen
40 Jahre lang hat der Virologe Peter Rottier Coronaviren erforscht. Im Interview erklärt er, warum immer wieder neue Coronaviren auftauchen werden und was man dagegen längst hätte tun können. Spektrum.de vom 09.05.20

Corona-Wahn ohne Ende?
ein Gespräch mit Prof. Bhakdi vom 29.4.20
und die Reaktionen darauf (vom 2.5.):
Zensur-Pandemie?
Servus.tv gehört übrigens zu Red Bull. Dass wir dort mal etwas verlinken würden, hätten wir auch nicht gedacht. Das Gespräch mit Prof. Bhakdi ist trotzdem sehenswert.

Fehlalarm: Sofortige Aufhebung aller Zwangsmaßnahmen!
Es ging nur kurz durch die Nachrichten: ein Mitarbeiter des Innenministeriums hat eine kritische Analyse zu Corona veröffentlicht. Eine Zusammenfassung der über 80 Seiten auf nachdenkseiten.de vom 13.5.
Aufgrund der Veröffentlichung wurde er vom Dienst suspendiert. Das Papier sei seine Privatmeinung und nicht vom BMI beauftragt oder autorisiert. Den Äußerungen des BMI widersprechen die externen Experten dieses Corona-Papiers in einer Pressemitteilung vom 12.05. auf altersdiskriminierung.de

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Apr 16 2020

Corona: Risiken und Nebenwirkungen

Die Hinweise, dass SARS-CoV-2 / COVID-19 doch nicht so gefährlich ist, häufen sich. Der Hamburger Rechtsmediziner Püschel untersucht zur Zeit viele Corona-Opfer. Sein Fazit: Covid-19 ist „eine vergleichsweise harmlose Viruserkrankung„. Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, „auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären“, sagte Püschel.“ Laut einer Studie des RKI hat das Kontaktverbot im Gegensatz zu den früheren Maßnahmen (Verbot von Großveranstaltungen, Schulschließungen) nichts gebracht. Das Kontaktverbot scheint aber für andere Dinge ganz praktisch zu sein, z.B.:

Bewaffnete Drohnen für die Bundeswehr: Vorentscheidung im Juni 2020? Informationsstelle Militarisierung e.V. vom 15. April 2020
(So kann nicht nur unsere Freiheit, sondern auch unsere Gesundheit am Hindukusch zielgenau verteidigt werden:(

Baden-Württemberg: Verschärfung des Polizeigesetzes während Corona-Krise
Informationsstelle Militarisierung e.V. vom 14. April 2020

Wo bleiben die Gesetze zur Rücknahme der Privatisierung des Gesundheitswesens? Oder zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege? Das Infektionsschutzgesetz ließ sich doch auch ganz schnell und unkompliziert verschärfen.

Corona-Epidemie: Tagebuch der Inneren Sicherheit
Die Bürgerrechtsorganisation Institut für Bürgerrechte & öffentliche Sicherheit e.V. veröffentlicht Berichte, Analysen, Nachrichten zu den Themen Polizei, Geheimdienste, Politik „Innerer Sicherheit“ und BürgerInnenrechte.

Risiken und Nebenwirkungen
Corona hält die Welt im Griff? Nein. Die Antwort auf das Virus hält die Welt im Griff. Muss das so sein? Schon diese Frage macht einen verdächtig. Was politisch entschieden wird, muss so sein. Eine Widerrede. Von Arno Luik, 15. April 2020

Bericht zum vergangenem Samstag in Lüchow
Es war schon absurd, was für Szenen sich am vergangenen Ostersamstag in der Innenstadt von Lüchow, einer kleinen Kreisstadt im Wendland, dem östlichen Zipfel Niedersachsens, abspielten. Unter dem Motto „Yes we care“ hatten politische Initiativen aus dem Landkreis dazu aufgerufen sich unter Wahrung des Abstandsgebots ins Stadtgebiet zu begeben um einzeln oder zu zweit für eine Verbesserung der Situation im Care-Bereich einzutreten.
keinruhigeshinterland.org vom 14. April 2020
Linkliste zu Aktionen, Debatten und Internationales auf Kein Ruhiges Hinterland

Kritiker*innen der Corona-Maßnahmen müssen weiterhin mit Problemen rechnen:

Die Anwältin Beate Bahner reichte am 08.04.20 beim Bundesverfassungsgericht einen Eilantrag gegen die Corona-Maßnahmen ein und rief zu Demos am 11.04. auf. Am 09.04. ließ die Polizei wegen dieses Demoaufrufs ihre Webseite sperren. Dazu eine Pressemitteilung der Piraten Partei Niedersachen.
Den Frust über die Ablehnung des Antrags verarbeitete sie am 11.04. in einer satirisch überspitzten Corona-Auferstehungs-Verordnung. Am Sonntag den 12.04. veröffentlichte sie dann noch auf ihrer Webseite eine kleine Anleitung „Shutdown beenden leicht gemacht: In wenigen Schritten zurück zur Freiheit“. Am gleichen Abend wurde sie von der Polizei in die Psychiatrie verfrachtet. Dies berichtet sie selbst in einer Tonaufzeichnung. Telepolis berichtete am 15.04. Nach 2 Tagen wurde sie freigelassen. Auch darüber berichtete Telepolis. In dem Artikel wird sie nun (wie so mancher Kritiker zuvor) in die rechte Ecke gestellt: „ihre (AfD)-Anhänger“. In der Tonaufzeichnung sprach sie von Mißhandlungen durch die Polizei. Verletzungen von Beate Bahner sind nach dem Telepolis-Artikel zu urteilen auch sichtbar. Die Ursache dafür ist laut ihrer Aussage jetzt jedoch ein Sturz mit dem Fahrrad.

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Mrz 31 2020

„Corona-Krise“: Das selber Denken nicht vergessen

Bisher weiß niemand, wie gefährlich das neue Corona-Virus ist. Belastbare Zahlen und Studien sind Mangelware. Die Einschätzungen der Fachleute gehen in unterschiedliche Richtungen. Und wir im WiLaDo sind uns bei der Einschätzung der Lage auch nicht einig, zumal wir nicht vom Fach sind. Dieser Artikel gibt nicht die Einschätzung aller im Wila aktiven  Menschen wieder.

Auffallend ist jedoch die einseitige Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Anstalten sowie der sog. Leitmedien. Vom offiziellen Narrativ abweichende Positionen werden nicht veröffentlicht. Finden diese Positionen über soziale Medien oder unabhängige Portale doch einen Weg an die Öffentlichkeit, so werden die Urheber diffamiert. Eine Diskussion findet nicht statt; weder eine wissenschaftliche noch eine gesellschaftliche.

Deshalb haben wir einige Links zusammengestellt, in der sich fundierte, aber von der offiziellen Linie abweichende Position finden. An Ende der Liste gibt es Links zu aktuellen Zahlen.

Statistiker Gerd Bosbach: Schluss mit der Irreführung
Wir brauchen harte, gesicherte Fakten statt nur scheinbar objektive
Am 03.04.20 veröffentlicht auf nachdenkseiten.de

Pandemie der kollektiven Hysterie
Die Einschätzung professioneller Risikomanager vom 17.03.20

Offener Brief an die Bundeskanzlerin (video), als pdf
Vom 29.03.20; verfasst von Prof. em. Dr. med. Sucharit Bhakdi, Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiolgie. Er leitete 22 Jahre das Institut für Medizinische Mikrobiologie und Hygiene der Universität Mainz.

Wo landen wir da?
Der Präsident der Bundesärztekammer kritisiert das Krisenmanagement der Bundesregierung. Am 26.03.20 veröffentlicht von RT-Deutsch (die deutschsprachige Ausgabe von Russia Today).

www.nachdenkseiten.de
6 x wöchentlich werden Hinweise auf interessante Publikationen anderer Medien incl. kritischer Anmerkungen veröffentlicht. Die NachDenkSeiten beschreiben schon seit Jahren die vielfältigen Manipulationsversuche sowie Kampagnen und Strategien der Meinungsmache. Wie zur Zeit in allen Medien, liegt aktuell der Schwerpunkt der Berichterstattung beim Thema Corona. Dabei erheben die NachDenkSeiten nicht den Anspruch zu wissen, wie gefährlich dieses Virus ist.

Die Gesundheitsdiktatur
“Mit Angst regiert es sich leichter. Krisen ermöglichen es dem Staat, sich selbst als „hart durchgreifende“ Ordnungsmacht zu positionieren. Dies ist in gesundheitlichen Krisen nicht anders. Bei Schweinegrippe und Vogelgrippe haben wird gesehen, dass es aus nichtigem Anlass zu absurden Auswüchsen eines staatlichen Interventionismus kommen kann.
Dossier von labournet.de

Ein Blick auf die Wirtschaftskrise
Die neue Weltwirtschaftskrise, das Corona-Virus und ein kaputt gesparter Gesundheitssektor. Oder: Die Solidarität in den Zeiten von Corona. Winfried Wolf am 20.03.20 auf nachdenkseiten.de

Soziale Ansteckung – Mikrobiologischer Klassenkampf in China
Wer Zeit zum Lesen hat, dem*der vermittelt diese Übersetzung des englischsprachigen Originals Hintergrundinformationen zum Verständnis der chinesischen Gegenwart, u.a. zum Gesundheitssystem und dem Kapitalismus à la KPCh. Dass SARS-CoV-2 (leider) kein „schwarzer Schwan“ ist, wird mit Inhalten aus dem Buch „Big Farms Make Big Flu“ des Biologen Robert G. Wallace nachvollziehbar gemacht (das englischsprachige Buch gibt’s via LibGen). Die fatale Ko-Evolution von Agrobusiness und Pathogenen betrifft auch Antibiotika-Resistenzen, und diese gehören auch auf die aktuelle Tagesordnung. Man vergleiche die jährliche Zahl der Toten durch Krankenhauskeime mit den bisher COVID-19 zugeschriebenen – und die jeweiligen Reaktionen darauf. Wildcat-Artikel vom 10.03.20.

Gewöhnung an das Regiertwerden im Ausnahmezustand
Der Ausnahmezustand ist das neue Normal. Die derzeitigen gesellschaftlichen Einschränkungen bis hin zu vollständig außer Kraft gesetzten Grund-, Bürger- und Menschenrechten, in der Absicht einer (unbestritten notwendigen) Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus überschlagen sich. Veröffentlicht auf capulcu.blackblogs.org am 22.03.20.

Corona-Strategie des Innenministeriums
Das Bundesinnenministerium hat ein 17-seitiges Strategiepapier mit dem Titel „Wie wir COVID-19 unter Kontrolle bekommen“ verfasst und nach dem 18. März an weitere Ministerien sowie das Bundeskanzleramt verteilt. fragdenstaat.de hat das Papier am 01.04. veröffentlicht.

Zur Erinnerung: Profiteure der Angst
Arte-Doku zur Schweinegrippe aus dem Jahr 2009
Dazu ein 2015 publizierter Text von Wolfgang Wodarg: „Falscher Alarm: Die Schweinegrippe-Pandemie(oder hier). Dort wird auch der damalige Umgang der WHO mit dem Begriff „Pandemie“ beschrieben. Es scheint also Tradition zu haben, wenn die WHO auch anlässlich der heutigen COVID-19-Pandemie scheinbar nach Laune mit dem Begriff verfährt: „WHO says it no longer uses ‚pandemic‘ category, but virus still emergency“ (24.2.2020) versus „WHO Director-General’s opening remarks at the media briefing on COVID-19 – 11 March 2020″. Ebenso wird (wie im o.g. Artikel „Soziale Ansteckung“) auf die Bedeutung der industriellen Massentierhaltung für Infektionsprobleme hingewiesen.

Aktuelle Zahlen:

 

 

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Mai 03 2019

Stecker-Solaranlagen – die aktualisierte Norm gilt jetzt

Von in Energie

Der Einfachheit halber (und wir es auch nicht besser zusammenfassen können) übernehmen wir hier einen Beitrag von https://www.greenpeace-energy.de (zur Vorgeschichte siehe unsere Kategorie Energie):

Verbraucher können Steckdosen-Solargeräte zur privaten Stromerzeugung bis zu einer Gesamtleistung von 600 Watt jetzt selbst beim Netzbetreiber anmelden, statt wie bisher über einen Elektroinstallateur. Rechtssicher möglich macht dies eine Neuregelung der Norm VDE-AR-N 4105, die am 27. April 2019 in Kraft tritt. Verabschiedet wurde sie im Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN), das in Deutschland die Normen für den Netzanschluss von Stromerzeugungsanlagen erarbeitet.

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Jul 18 2017

Teilerfolg: Norm für Stecker-Solaranlagen konnte zumindest entschärft werden

Zum Stand der Normung von Stecker-Solaranlagen und ein kleiner Einblick in das Normungsverfahren

Vorab: Nicht verunsichern lassen!

Unabhängig von den unten beschriebenen Normungsbemühungen für Stecker-Solaranlagen dürfen solche Anlagen auch jetzt schon an das Stromnetz angeschlossen werden. Wer bereits eine Stecker-Solaranlage betreibt (oder betreiben möchte) muss nicht auf eine Produktnorm für diese Anlagen warten. Nach verschiedenen Gutachten und Urteilen [1, 2] dürfen Netzbetreiber den Anschluss einer Stecker-Solaranlage über einen Schuko-Stecker nicht verbieten. Anwender sollten sich von Netzbetreibern nicht verunsichern lassen und sich z.B. auf pvplug.de informieren, wenn sie ein Schreiben erhalten, in dem mit rechtlichen Konsequenzen gedroht wird.

Norm für Stecker-Solaranlagen

Ende letzten Jahres berichteten wir [3] über den Normentwurf DIN VDE 0100-551-1 [4]. Genau genommen geht es uns aber nur um einen kleinen Teil dieser Norm. Denn die Norm bzw. Abschnitt 551 der Norm legt Anforderungen an alle möglichen Niederspannungsstromerzeugungseinrichtungen fest; d.h. für Stromerzeugungseinrichtungen mit einer Spannung bis 1000 V. Im Abschnitt 551.7.2 sind die normativen Anforderungen festgelegt, um zukünftig von Solarmodulen produzierten Strom in Endstromkreise einspeisen zu können.

Dass es nicht unbedingt sinnvoll ist, alle möglichen Stromerzeugungsanlagen mit kleinen Balkon-Solarmodulen in einen Topf zu werfen liegt auf der Hand. Deshalb hat die DGS (Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie) bereits Ende 2016 einen Antrag für die Erstellung einer eigenen Produktnorm für Stecker-Solar-Geräte gestellt.

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Dez 19 2016

Photovoltaik für Alle?!

Der aktuelle Normentwurf für Stecker-Solaranlagen sieht massive Behinderungen für den Betrieb von Photovoltaik-Kleinstanlagen vor. Bis zum 26.12.2016 konnte Einspruch eingelegt werden:

http://www.pvplug.de/einspruchsvorlage

Stecker-Solaranlagen für Balkon oder Terasse werden immer beliebter. Mehr als 20.000 davon sind hierzulande schon in Betrieb [1]. Diese PV-Anlagen mit geringer Leistung werden einfach per Schukostecker an das eigene Stromnetz angeschlossen. Und schon läuft der eigene Stromzähler etwas langsamer. Jedenfalls wenn die Sonne scheint.

Auch jemand vom WiLaDo hat seit über einem Jahr so eine Anlage in Betrieb. Die Anlage besteht aus 2 kleinen Solarmodulen und einem passenden Wechselrichter, sowie einem Montagegestell. Bei einer Nennleistung von 240 W hat diese Anlage innerhalb eines Jahres – ohne Störungen oder sonstige Probleme – 161,5 kWh Strom erzeugt. Das ist nicht viel, aber Kleinvieh macht auch Mist. Die Verbraucherzentrale NRW schätzt das Potential solcher Anlagen für Deutschland auf etwa vier Gigawatt [2].

In € gerechnet lohnt sich so eine Kleinstanlage kaum: Kosten von 570 € (davon 450 € Anlage, 90 € Hilfe bei Dachmontage, 30 € Einspeisezähler) stehen jährliche Ersparnisse auf der Stromrechnung von ca. 43 € gegenüber. Während die finanzielle Amortisation also ca. 13 Jahre dauern wird, geht die Umweltbilanz nach ein bis zwei Betriebsjahren ins Plus [3, 4]. Darüber hinaus haben wir im WiLaDo die Erfahrung gemacht, dass man im Lichte der eigenen Stromproduktion sensibler für den eigenen Stromverbrauch wird. Man kann sich handgreiflicher vorstellen, wieviel Aufwand für die Befriedigung des täglichen Stromverbrauchs nötig ist, und versteht, dass Stromsparen die allerbeste Energiequelle ist.

Technisch sind diese Kleinstanlagen eine einfache, sichere und übersichtliche Angelegenheit. Aufgrund fehlender Normen sind solche Anlagen rechtlich allerdings noch in einem Graubereich angesiedelt. Viele Netzbetreiber versuchen den Anschluss von Stecker-Solaranlagen zu untersagen. So auch der größte Verteilnetz-Betreiber Westnetz, eine Innogy-Tochter (bis vor kurzem RWE) [5]. Aber das soll sich ändern. Im letzten Sommer wurde der Entwurf für eine Überarbeitung der entsprechenden Norm (DIN VDE 0100-551-1) vorgestellt. mehr »

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Mrz 23 2015

Ertragseinbruch durch Sonnenfinsternis ?!?

Ja, der Ertrag unserer Solaranlage ist tatsächlich während der Sonnenfinsternis deutlich eingebrochen:

20150320-Sonnenfinsternis-10:37-Ertragseinschnitt

 

Der Höchstwert, den unsere Solaranlage am 20.03. gegen 12:30 Uhr bei bewölktem Himmel erreichte, lag bei 680 Watt. Zum Höhepunkt der Sonnenfinsternis gegen 10:37 Uhr waren es lediglich 50 Watt.

Bei gutem Wetter erzeugt unsere Solaranlage rund 2000 Watt. Im Vergleich mit der ganz normalen Wetterabhängigkeit unserer Stromproduktion war die Sonnenfinsternis also nicht groß der Rede Wert.

Dank des bewölkten Himmels war die Sonnenfinsternis in Dortmund zumindest phasenweise gut mit ungeschützten Augen zu beobachten:

sonnenfinsternis-10-39  sonnenfinsternis-10-55
20.03.2015, 10:39 Uhr und 10:55 Uhr

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Aug 19 2014

Mogelpackung Klimaschutz in Dortmund

Von in Energie

Pressemitteilung des Wissenschaftsladen Dortmund e.V. vom 19.08.2014

Aktuell schreibt das städtische Umweltamt Dortmunder Organisationen an, um für das Projekt ‚Klima ist Heimspiel‘ zu werben. Mit dem Projekt sollen Dortmunderinnen und Dortmunder zum Energiesparen motiviert werden. Der Wissenschaftsladen Dortmund hält das Projekt für reines Greenwashing [1].

Energiespartipps zu verbreiten und Menschen zum Energiesparen zu motivieren ist eine gute Sache. Aber sollte man nicht mit gutem Beispiel voran gehen, bevor man Anderen Tipps gibt, wie sie sich verhalten sollen? In Dortmund ist leider nicht erkennbar, dass die Verantwortlichen die Energiewende ernst meinen. Dazu einige Beispiele: mehr »

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Jul 07 2013

Akoplan, DEW Kommunal, BI zur Aufklärung des PCB-Skandals

Da der Arbeitsschwerpunkt des WiLaDo nun schon seit vielen Jahren das Internet ist, haben wir zu unserem Jubiläum Projekte eingeladen die sich heute noch mit den ursprünglichen WiLaDo-Themen beschäftigen:

  • Das Bündnis DEW Kommunal hat die Ziele des Energiewendekomitees wieder aufgegriffen. Nach wie vor geht es um eine demokratische Energiewende in Dortmund – natürlich hin zu einer Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien. Akoplan ist heute auch im Bündnis DEW Kommunal aktiv.
    Radio Brennessel (ein Projekt des WiLaDo) hat in seinen Sendungen mehrfach über die Arbeit von DEW Kommunal berichtet – und wird die Berichterstattung auch fortsetzen: http://agora.free.de/radio/und-darueber-hinaus/dew-kommunal/
  • Bürgerinitiative zur Aufklärung des PCB-Skandals in Dortmund
    Die BI ist in der Nachbarschaft des WiLaDo angesiedelt. Sie beschäftigt sich mit einem typischen WiLa-Thema – nämlich der Verseuchung eines großen Teils der Nordstadt mit PCB durch das Unternehmen Envio. Dank Internet können sich aber mittlerweile viele Menschen die für eine Gegenwehr erforderlichen Informationen selber beschaffen. Da die Webseite der BI zur Zeit überarbeitet wird, hier der Link zu einem Bericht über die Arbeit der BI aus dem Jahre 2011.

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Mrz 24 2010

Und es geht doch:

Komplette Umstellung der weltweiten Energieversorgung auf erneuerbare Energiequellen bis 2030 möglich

So lautet das Ergebnis einer Studie die gestern (23.03.2010) von der Energy Watch Group in Berlin vorgestellt wurde. Durchgeführt wurde die Studie von Wissenschaftlern der Universitäten Stanford und Davis. Ergebnis: die vollständige Umstellung innerhalb von 20 Jahren ist nicht nur möglich, sie ist außerdem auch nur halb so teuer wie die bisherige Energieversorgung mit Öl-, Kohle-, Gas- oder Atomenergie. Dabei sind die Kosten der fossil-atomaren Energien wie Klimawandel, Gesundheitskosten und atomare Risiken in der Rechnung nicht einmal berücksichtigt.

Eine Zusammenfassung der Studie bei www.energywatchgroup.org:
http://www.energywatchgroup.org/Mitteilungen.26.0.html

Wie das konkret gehen kann, veröffentlichten die Autoren der Studie Mark Z. Jacobson und Mark A. DeLucchi in Scientific American. Eine deutsche Übersetzung des Artikels erschien in Spektrum der Wissenschaften 12/2009:
http://www.spektrum.de/artikel/1010840&_z=798888

Weitere Infos (in englisch):
http://news.stanford.edu/news/2009/october19/jacobson-energy-study-102009.html
http://www.stanford.edu/group/efmh/jacobson/susenergy2030.html

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Aug 25 2009

Wie komme ich zu einer Solaranlage?

Klimaschutz und Ökonomie schließen sich nicht aus, das gilt auch für eine Solaranlage. Dank staatlich garantierter Einspeisevergütung über 20 Jahre ist eine Investition in eine Solaranlage sowohl für die Umwelt als auch für den Betreiber ein Gewinn.

Da dieses Jahr die Modulpreise stark gesunken sind, lohnt sich eine Anlage mehr denn je. Die Vergütung wird im Jahr der Inbetriebnahme und die nächsten 20 Jahre ausbezahlt. Nach etwa 10 Jahren ist die Investition amortisiert. Die Anlage läuft in der Regel bis zu 35 Jahre. Es kann bei derzeitigen Verhältnissen mit einer Rendite von 5-8% gerechnet werden. (je nach Finanzierung (Eigenkapital oder kfw-Bank) und Ertrag der Anlage (800-1100kWh/(kWp*a), abhängig von der Region und den Einstrahlungsverhältnissen) mehr »

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Dez 13 2007

Stromwechsel

Von in Energie

„Power to the People“

Seit der Liberalisierung des Strommarktes kann jeder Verbraucher frei entscheiden, woher er seinen Strom bezieht. Noch werden rund 90 Prozent des konventionellen Stroms in Kraftwerken hergestellt, also vornehmlich in Kohlekraftwerken und Atomkraftwerken. Das Abfallprodukt der Energiewirtschaft Kohlenstoffdioxid gelangt hierbei in großer Menge – die Produktion beträgt etwa 36 Mrd. Tonnen weltweit – in die Atmosphäre und trägt zur globalen Erwärmung bei.
Der Verzicht auf die Verbrennung von kohlenstoffhaltigen Brennstoffen ist ein Hauptmerkmal der Ökostromanbieter, die Energie im Wesentlichen aus Wasser- und Windkraft, Biomasse und Fotovoltaik beziehen. Der Anteil dieser erneuerbarer Energien ist in den letzten Jahren von 4 auf 10 Prozent gestiegen – das muss gesteigert werden!

Daher veranstalten wir im Februar eine Stromwechselparty, bei der sich Interessierte oder Geneigte über verschiedene Ökostromanbieter informieren können. Einen musikalischen Rahmen wird es natürlich auch geben.

Die Party findet am Samstag, den 08. März ab 21.00 Uhr im Trödler/Café Einstein statt.

„Folge Deinem Herzen, wechsel deinen Stromanbieter!“

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Nov 20 2007

Website: Energieagentur NRW

Von in Energie

Die in diesem Jahr überarbeitete Website der Energieagentur NR ist ein empfohlener Startpunkt für Recherchen rund um das Thema Energie. Von Grundlagenartikeln bis hin zu ganz konkreten Tipps und Informationen zu Förderungen ist ein breites Spektrum an gut recherchierten und aufbereiteten Artikeln zu finden.

http://www.energieagentur-nrw.de/

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Nov 17 2007

Unser alter Webauftritt

Historische WiLa Inhalte
Seit der Gründung des Wissenschaftsladens haben sich Mengen von Informationen angehäuft die in direktem oder indirektem Zusammenhang zu Tätigkeiten des Wila’s stehen, oder allgemein mit Gesundheit, Arbeitsschutz und Umweltgiften zu tun haben.

Nachdem die Entscheidung getroffen wurde dem Webauftritt des WiLa einen neuen ‚Anstrich‘ zu verleihen stand die Frage im Raum was mit den ursprünglichen Inhalten geschehen soll. Aus historischen Gründen wurde eine Entscheidung für den Erhalt der ‚alten Inhalte‘ getroffen. Obwohl teilweise (man mag es vielleicht als) veraltet (bezeichnen) sind sie oft Nützlich, Informativ oder zumindest ‚Zeugen ihrer Zeit‘, die bis in das Jahr 1994 zurückreicht.

Es werden hoffentlich bald wieder mehr alte Seiten als Archiv online sein.

Hier geht es zu unserem Archiv

Die ersten Seiten des WiLaDo wurden unter der Domain des FREE!-Projekts veröffentlicht und sind unter http://web.archive.org/web/*/http://www.free.de noch abrufbar

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